| Lilly & Neil | |
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zurück zu Unser letzter gemeinsamer Tag Der erste Tag ohne Neil In dieser Nacht konnten wir nicht schlafen. Wir lagen zusammen und haben uns gehalten. Jeder war mit seinen Gedanken für sich. Wir wollten den anderen nicht stören, falls er doch noch einschlafen sollte. Aber davon war keine Rede. Die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen... ich weiß sie nicht mehr, alles lief durcheinander. Als wir morgens aufgestanden sind kam uns alles vor wie ein Albtraum. Nur - wir waren mittendrin. Diesen Tag und die noch folgenden wünsche ich nicht dem ärgsten Feind. Diesen Schmerz und die Hoffnungslosigkeit kann man nicht beschreiben. Man ist so hilflos. Unsere ganze Hoffnung hatte auf Neil gelegen und jetzt war er eingeschlafen und unsere Hoffnung mit ihm. Wie sehr hatten wir es uns gewünscht, dass er zu Kräften kommt und wir ihn irgendwann mit nach Hause hätten nehmen können. Aus, vorbei! Da standen wir nun, wussten nicht wohin mit unserem Schmerz. Und niemand konnte uns helfen. Jeder muss selbst mit dem Schmerz klar kommen. Warum? Warum gerade unsere Kinder? Warum wurde uns erst Lilly genommen und dann auch noch Neil? War nicht ein Kind schon genug? Warum? Niemand kann uns diese Frage beantworten. Meine Mutter war an diesem Tag im Krankenhaus und hat noch Neil's Märchenbuch geholt, aus dem ich ihm manchmal vorgelesen habe. Zwei Ärzte haben noch mit ihr gesprochen. Sie erzählte, dass wir gerade am Abend zuvor das erste Mal bei Freunden waren. Einer der Ärzte sagte, Neil habe das bestimmt gemerkt und wusste, dass er nun gehen konnte. Was hat unser kleiner Sohn in den 6 Wochen alles durchleben müssen? Mir wurde gesagt, ein Kind entscheidet selbst wann es geht, wann es nicht mehr kann. Hat Neil diese Wochen für UNS durchgehalten? Wollte er uns den "doppelten" Schmerz erst ersparen und später folgen? Irgendwann werde ich es ihn fragen können. Irgendwann.
Ich bin so froh, einen so tollen Mann an meiner Seite zu haben. Marcus gibt mir so viel Kraft. Immer und immer wieder. Wir stärken uns gegenseitig, aber er macht mir so viel mehr Mut alles durchzustehen. Ohne ihn wüsste ich nicht, wo ich jetzt stehen würde. Wir haben schon immer unsere Zeit genutzt um viel gemeinsam zu machen. Jetzt aber nutzen wir sie noch intensiver. Wir wissen auch, wir sind Eltern: verwaiste Eltern, aber wir SIND Eltern. Wir hatten zwei wundervolle Kinder, die wir leider nicht aufwachsen sehen dürfen. Und wir wissen, Kinder wollen ihre Eltern glücklich sehen. Das wollen wir versuchen, auch wenn die Trauer um Lilly und Neil so groß ist. Sie sind bei uns und geben uns die Kraft dazu. Besucher heute Besucher gesamtnach oben nPage.de-Seiten: kondlashausservice.de.to | mehr besucher... |