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Nachdem meine Frau vor 3 Jahren bereits eine Fehlgeburt mit Zwillingen im ersten Drittel der Schwangerschaft erlitten hat, haben wir uns sehr gefreut, als Anfang des Jahres die Schwangerschaft festgestellt wurde. Die Freude bei uns war noch grösser, als von Zwilllingen gesprochen wurde. Sicherlich ist im Unterbewusstsein die Angst, dass etwas passieren kann, aber warum soll es uns nach unserem Leidensweg schon wieder treffen. Alles verlief völlig normal, die großen und kleine Untersuchungen beim Arzt haben keine Anlaß zur Sorge gegeben. Woche um Woche verging, der Bauch wuchs. Inzwischen hatten wir erfahren, dass es ein Pärchen würde. Perfekt!! Alles wird gut...dachten wir, aber das Schicksal hatte es wieder anders geplant, mit einer brutalen Härte, für die man niemals eine Erklärung finden kann. In der 24. SSW bekam meine Frau Frühwehen. Es gab zuvor keinerlei Anzeichen dafür. Im Gegenteil, wir hatten geplant am 07.06.2008 für eine Woche nach Föhr zu fahren. Alles war gebucht, die frische Luft würde meiner Frau gut tun. Hätte Sie sicherlich auch. Stattdessen wurde Sie am Donnerstag von Ihrem Frauenarzt mit Frühwehen ins Krankenhaus überwiesen. Die Wehen waren durch eine bis heute nicht zu erklärende Infektion ausgelöst worden und konnten nur noch bis zum Samstag hinausgezögert werden. Tage voller Hoffnung, Trauer, Zuversicht lagen vor uns und sollten von nun ab vor uns liegen..... Um 17.15 wurde meine Frau in den OP gebracht. Per Notkaiserschnitt wurden Neil (17:39 Uhr - 650 Gramm) und Lilly (17:41 Uhr - 556 Gramm) viel zu früh aus dem wunderschönen, schützenden Bauch meiner Frau auf die Welt gebracht. Ich war natürlich im OP dabei um meiner Frau die Hand zu halten und in dieser schweren Stunde bei ihr zu sein. Ich habe riesige Angst um Sie und natürlich um die Babys gehabt. Was würde passieren? Die Zwillinge wurden sofort nach der Geburt versorgt und auf die dem Krankenhaus zugehörige Frühchenstation gebracht. Zeitgleich kümmerten sich drei Ärzte im OP um die Mama. Nachdem meine Frau versorgt wurde und die Schmerzmittel zu wirken begonnen, bin ich auf die Frühchenstation gegangen um unsere Zwillinge das erste Mal zu sehen. Beide hatten Ihren eigenen Brutkasten und sind vom besten Team mit maximaler Therapie versorgt worden. Wir hatten die Hoffnung, dass alles gut wird, nicht aufgegeben. Einmal gesehen und verliebt fürs Leben. Beide so zerbrechlich und klein und von Maschinen am Leben gehalten. Wie hilflos kann ein Mann sein? Ich bin später nach Hause gefahren, um ein wenig Schlaf zu finden. Meine Familie wusste ich in guten Händen. Ich hatte keine Ahnung, dass es das letzte Mal sein würde, dass ich Lilly lebend sah... Besucher heute Besucher gesamtnach oben nPage.de-Seiten: meine Chaosbande | veränderung |